Von Neu- nach Altglobsow

An der Tauchstation Stechlin sollte ein größeres Event stattfinden, weshalb ich nach einigen angenehmen Tagen wiederum aufbrach, diesmal jedoch gar nicht weit, sondern bloß in die Nachbarortschaft am Globsowsee – auch ein wunderschönes Fleckchen Erde! Der dortige Ferienhof Altglobsow beherbergt etliche Dauercamper und hat zudem zwei große Wiesen für durchziehende Gäste, wo ich die meiste Zeit der zwei Wochen, die ich dort zubrachte, die einzige auf dem Platz war und die Ruhe echt genoss. Meine Hunde gewöhnten sich schließlich so daran, die „Alleinherrscher“ über die gesamte Wiese zu sein, dass sie jeden Herannahenden „brav“ meldeten, sogar die Chefin und den Chef des Ferienhofs (die das jedoch mit Humor nahmen, da sie selbst einen Hund haben, die süße Dackeldame Lizzy, und mit der „Hundelogik“ vertraut sind)!
Insbesondere Chekotee, der ja im Laufe unserer Reise zusehends aufblühte, tat es richtig gut, längere Zeit an einem Ort zu sein, er fühlte sich nach wenigen Tagen bereits so zuhause, dass er immer öfter von allein aus dem Wohnwagen kam, sich zu den anderen mit auf die Wiese gesellte, um vergnügt zu spielen, herumzutollen oder einfach nur zu relaxen;-)

Ferienhof-Altglobsow_Youngsterboys-like-old-campers

work in progress …

 

Am Stechlinsee

„Im Norden der Grafschaft Ruppin, hart an der mecklenburgischen Grenze, zieht sich von dem Städtchen Gransee bis nach Rheinsberg hin eine mehrere Meilen lange Seenkette durch eine menschenarme, nur hie und da mit ein paar Dörfern, sonst aber ausschließlich mit Förstereien, Glas- und Teeröfen besetzte Waldung.“ (Theodor Fontane)

Das Stechlin-Ruppiner Seenland ist geprägt von Buchenwäldern und Klarwasserseen. Der Große Stechlinsee ist mit seinen 425 ha (und einer Tiefe bis zu 69 m) der größte und bedeutendste der weit mehr als 150 Seen in dieser Region. Sein Name kommt aus dem Slawischen, höchstwahrscheinlich von „steklo“, was „Glas“ bedeutet – absolut passend für den glasklaren See.

Stechlinsee_glasklar

Solcherart gute Sichtweiten ergeben sich in nährstoffarmen Seen, deren Grund reich an Wiesen ist, die wiederum bestes Nahrungsangebot für Fische sind, weshalb der See auch großen Fischreichtum hat. Kein Wunder, dass der Stechlinsee nicht nur bei Wanderern und Naturliebhabern, sondern ebenso bei Tauchern sehr beliebt ist – darum gibt es dort die Tauchbasis Stechlin in Neuglobsow, wo ich für einige Tage recht gemütlich unterkam. Für die Hunde waren die Taucher in ihrer Ausrüstung zwar ziemlich seltsam anzusehen, dafür fanden sie aber rasch Hundefreunde zum Spielen, weil einer der Mitarbeiter selbst Hunde hatte und auch immer wieder Hunde der Tauchgäste zugegen waren!

Sogar unser Angsthäschen Chekotee (der sich ja bereits am Seddiner See in entspannten Hundebegegnungen geübt hatte) kam immer wieder FREIWILLIG aus dem Wohnwagen heraus, um mit bei der lustigen Schar zu sein – natürlich mit aller Skepsis und jederzeit bereit, wieder zurück in seine „Puscherl-Höhle“ zu laufen;-)

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Am meisten genossen die Hunde (und ich natürlich auch!) den herrlich klaren See, was bei der Hitzewelle sowieso die einzige Chance auf etwas Abkühlung war, zudem fanden wir stets einen ungestörten, völlig menschenleeren Platz!

Stechlinsee_Hunde-1Stechlinsee_Hunde-4

Auch für mich war das Schwimmengehen einfach, denn an vielen Stellen ragten dicke Äste oder gar Bäume weit ins Wasser hinein, sodass ich mich beim Hineingehen daran wie an einem Geländer festhalten konnte, bis das Wasser tief genug war, um mit einem „Köpfler“ ins kühle Nass zu springen;-)

Stechlinsee_'Geländer'

Hier konnte sich auch Chekotee sehr leicht entspannen und unbeschwert gemeinsam mit uns den Tag genießen – es ist ja auch soooooo angenehm, am Strand zu liegen (vor dir der See, hinter dir die Wälder!) und zwischendurch ein bissl zu dösen:-)

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Infos zu ausgewählten Brandenburger Regionen

Ruppiner Land

Das Ruppiner Seenland liegt im NW Brandenburgs und gehört zum Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Wie der Name schon sagt, ist das Gebiet reich an Seen und außerdem grenzt es im Norden an die Mecklenburgische Seenplatte. Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land umschließt diese großräumige Seen- und Waldlandschaft.

Moore befinden sich am Himmelreichsee bei Luhme (an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern) und Wölfe gibt es in der Kyritz-Ruppiner (bzw. Wittstock-Ruppiner) Heide. Wie es häufig vorkommt, ist auch dieses Wolfsrevier auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz, dem sog. „Bombodrom“, wo sowjetische Truppen noch bis Anfang der 1990er-Jahre Übungsflüge und Bombardements durchführten (nach jahrelanger Bürger- und Friedensinitiative verzichtete 2010 endlich auch die deutsche Luftwaffe auf militärische Nutzung). Das stark durch Altmunition belastete Heidegebiet wird sukzessive geräumt, was aber sehr arbeits- und zeitaufwändig ist, weshalb der Großteil des Bombodroms als Sperrgebiet gilt. Immerhin ist die Südspange bereits frei und kann eigenständig oder mittels geführter Touren durchstreift werden. Es besteht ein von mehreren Verbänden getragenes engagiertes Entwicklungsprogramm zur Förderung der zivilen Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide (nähere Infos hier), bei dem ich – falls ich dort mein neues Zuhause finde – sicherlich gerne mitwirken werde.

Weiter westlich in Sargleben bei Karstädt eröffnete der Assistenzhundeverein Associata-Assistenzhunde e.V.  sein neues Domizil am Distelhof – auch mit den dortigen Verantwortlichen stehe ich bereits in Kontakt und kann mir gut vorstellen, mich mit meinem Verein Helping Dogs sinnstiftend einzubringen.

 

Baruther Urstromtal

Durch den Landkreis Teltow-Fläming im SW Brandenburgs zieht sich das oft nur wenige Kilometer schmale Band des Baruther Urstromtals, einer aus eiszeitlichen Schmelzwässern entstandenen Niederungslandschaft mit Sümpfen, Seen, Wiesen und Wäldern. Der regionale Förderverein arbeitet an einer Klassifizierung des Baruther Urstromtals zum Naturpark – wenn ich dorthin ziehe, wäre wohl auch hier ein reiches Betätigungsfeld für mich. Ebenso bietet der Naturpark Nuthe-Nieplitz spannende Aktivitäten und Veranstaltungen.

Wolfsreviere liegen um Dobbrikow, Sperenberg und Jüterbog, unter den zahlreichen Moorgebieten interessieren den BUND und mich v.a. Gadsdorfer Torfstiche und Luderbusch (Gemeinde Am Mellensee) sowie Espenluch und Stülpersee (Gemeinde Nuthe-Urstromtal).

Neben der schönen Natur spricht mich im Landkreis Teltow-Fläming ebenso das offenbar hohe und selbstverständliche sozialpolitische Engagement an – nicht nur existieren mehrere Behindertenverbände/-vereine, sondern auch sonst scheinen die BürgerInnen sehr aktiv zu sein: es gibt u.a. einen Arbeitskreis für Toleranz, ein Netzwerk für Demokratie und auch Zuwanderer erfahren Unterstützung bei ihrer Integration. Ahrensdorf hat sogar eine Hachschara-Stätte. All dies bringt der Region schon vorab jede Menge Pluspunkte;-)

 

Lieberoser Heide

Im SO Brandenburgs – an der Schnittstelle dreier Landkreise (Dahme-Spreewald, Spree-Neiße und Oder-Spree) – gelegen bietet die Lieberoser Heide ein vielfältiges Mosaik mit Wäldern, Heiden, Mooren und Seen, gehegt und gepflegt durch den Förderverein Lieberoser Heide und die Stiftung Naturlandschaften. Umrahmt vom Naturpark Dahme-Heideseen, dem Biosphärenreservat Spreewald, dem Naturpark Schlaubetal (mit BUND-Naturschutzzentrum Schlaubemühle) und der Region um den Schwielochsee wirkt die Heidelandschaft nahe der polnischen Grenze wahrhaftig lieblich – trotz der Geschichtsträchtigkeit dieses Ortes (wenigstens lässt uns die Dokumentationsstätte KZ-Außenlager Lieberose/Sowjetisches Speziallager Jamlitz die Gräuel der NS-Zeit „niemals vergessen“ [ob die Menschen daraus tatsächlich etwas gelernt haben, frage ich mich hingegen immer wieder])! Aber dieser Blog soll ja nicht von Rechtsradikalen handeln [auch wenn ich es wichtig finde, gegen Rassismus aufzutreten], sondern vom Naturschutz …

Für das Dammermoor (nördlich der Stadt Lieberose) und das Calpenzmoor (Gemeinde Schenkendöbern südlich des Naturparks Schlaubetal) könnte ich eine BUND-Moorpatenschaft übernehmen und genau dort leben auch die Wölfe! Und zur Lausitz, wo es die meisten Wolfsrudel gibt, ist es auch nicht weit …