Lieberoser Heide – a flying visit

Siegadel_Allee-Verkehrsschild

Die Lieberoser Heide hat echt Charme! Allein die wunderschönen Alleen, durch die man fährt, sind so voller Liebreiz, dass man sich wie auf einer „magic tour“ fühlt [daran ändern auch die Verkehrsschilder, welche einen gemahnen, nicht die Bäume zu touchieren, rein gar nichts]! Diesbezüglich könnte sich das Waldviertel ein Beispiel nehmen (ich meine nicht wegen der Schilder, sondern wegen der vielen dicht an dicht stehenden Alleebäume; außerdem: so schöne glatte Landstraßen findet man im Waldviertel auch eher selten])! Doch uns interessiert ja eh mehr das Lieberoser Waldgebiet …

Doberburg_Waldweg-zum-Dammer-Moor_im-Sonnenlicht

Die dortigen Kiefernwälder sind wunderwunderwunderschön und tauchen die weite Landschaft in ein ganz eigenes Licht, das den Augen (und der Seele) sehr wohltut, durch das Kiefernharz liegt stets ein besonders angenehmer Duft in der Luft! Die Waldwege sind breit angelegt und überaus angenehm zu begehen – bei einer Abzweigung angekommen, zeigen einem Wegweiser die Richtung bzw. meint Speedy, unser absolut verlässlicher Scout, nach kurzer Bedenkzeit: „Ok, immer der Nase nach!“

Auch Chekotee liebt Kiefernwälder: offenbar fühlt er sich aufgrund des weiten Blickfelds sicher und geborgen, abgesehen davon, dass er generell liebend gern im Wald ist- tja, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, oder?! So findet er auch die nötige Gelassenheit, sich bereits als Artenspürhund im Schnüffeln zu üben;-)

Doberburg_Chekotee_übt-sich-schon-im-SchnüffelnSpeedy wiederum – als stets achtsamer „Scout“ alles rundum im Blick habend – merkt zwischendurch lauschend und beobachtend auf: „Sind da am Ende schon Wölfe in der Nähe?“ Doch nach einer Weile folgt die Entwarnung: „Nix war, gemma weiter!“

Und Leah ist trotz ihres hohen Alters ebenso gern in den Wäldern unterwegs wie die Youngsterboys, weil sie weiß, dass es extra für sie immer wieder kleine Pausen gibt, nicht nur mit Wassertrinken, sondern auch mit Butterbrot (denn die Hunde kriegen auf Ausflügen beim Rasten immer etwas von meinen Käsebrötchen ab, für Leah natürlich mit Gurkenscheiben, denn die mag sie sehr)!

Außerhalb der wundervollen Kieferwälder findet man unendliche Weiten an Feldern und manchmal auch unendliche Weiten an Windrädern (wie hier bei Siegadel – zugegeben, schön schauen jene Windparks nicht aus, besser als Atomkraftwerke sind sie allemal, andererseits leiden die Tiere an den für uns teilweise gar nicht wahrnehmbaren Frequenzen und die Überlebensrate beim Zusammenstoß mit einem Windradflügel ist gleich Null)! Mit diesem Thema werden wir uns noch intensiver auseinandersetzen  …

Glücklicherweise stellen Windparks eher eine Ausnahmeerscheinung in der Lieberoser Heide dar, sodass mein bleibender Eindruck durch die traumhaften lichtdurchfluteten Kiefernwälder und das phantasieanregende Dammermoor geprägt bleibt – die Doggies und ich, wir freuen uns schon sehr auf´s Wiederkommen!

 

 

 

 

 

Infos zu ausgewählten Brandenburger Regionen

Ruppiner Land

Das Ruppiner Seenland liegt im NW Brandenburgs und gehört zum Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Wie der Name schon sagt, ist das Gebiet reich an Seen und außerdem grenzt es im Norden an die Mecklenburgische Seenplatte. Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land umschließt diese großräumige Seen- und Waldlandschaft.

Moore befinden sich am Himmelreichsee bei Luhme (an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern) und Wölfe gibt es in der Kyritz-Ruppiner (bzw. Wittstock-Ruppiner) Heide. Wie es häufig vorkommt, ist auch dieses Wolfsrevier auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz, dem sog. „Bombodrom“, wo sowjetische Truppen noch bis Anfang der 1990er-Jahre Übungsflüge und Bombardements durchführten (nach jahrelanger Bürger- und Friedensinitiative verzichtete 2010 endlich auch die deutsche Luftwaffe auf militärische Nutzung). Das stark durch Altmunition belastete Heidegebiet wird sukzessive geräumt, was aber sehr arbeits- und zeitaufwändig ist, weshalb der Großteil des Bombodroms als Sperrgebiet gilt. Immerhin ist die Südspange bereits frei und kann eigenständig oder mittels geführter Touren durchstreift werden. Es besteht ein von mehreren Verbänden getragenes engagiertes Entwicklungsprogramm zur Förderung der zivilen Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide (nähere Infos hier), bei dem ich – falls ich dort mein neues Zuhause finde – sicherlich gerne mitwirken werde.

Weiter westlich in Sargleben bei Karstädt eröffnete der Assistenzhundeverein Associata-Assistenzhunde e.V.  sein neues Domizil am Distelhof – auch mit den dortigen Verantwortlichen stehe ich bereits in Kontakt und kann mir gut vorstellen, mich mit meinem Verein Helping Dogs sinnstiftend einzubringen.

 

Baruther Urstromtal

Durch den Landkreis Teltow-Fläming im SW Brandenburgs zieht sich das oft nur wenige Kilometer schmale Band des Baruther Urstromtals, einer aus eiszeitlichen Schmelzwässern entstandenen Niederungslandschaft mit Sümpfen, Seen, Wiesen und Wäldern. Der regionale Förderverein arbeitet an einer Klassifizierung des Baruther Urstromtals zum Naturpark – wenn ich dorthin ziehe, wäre wohl auch hier ein reiches Betätigungsfeld für mich. Ebenso bietet der Naturpark Nuthe-Nieplitz spannende Aktivitäten und Veranstaltungen.

Wolfsreviere liegen um Dobbrikow, Sperenberg und Jüterbog, unter den zahlreichen Moorgebieten interessieren den BUND und mich v.a. Gadsdorfer Torfstiche und Luderbusch (Gemeinde Am Mellensee) sowie Espenluch und Stülpersee (Gemeinde Nuthe-Urstromtal).

Neben der schönen Natur spricht mich im Landkreis Teltow-Fläming ebenso das offenbar hohe und selbstverständliche sozialpolitische Engagement an – nicht nur existieren mehrere Behindertenverbände/-vereine, sondern auch sonst scheinen die BürgerInnen sehr aktiv zu sein: es gibt u.a. einen Arbeitskreis für Toleranz, ein Netzwerk für Demokratie und auch Zuwanderer erfahren Unterstützung bei ihrer Integration. Ahrensdorf hat sogar eine Hachschara-Stätte. All dies bringt der Region schon vorab jede Menge Pluspunkte;-)

 

Lieberoser Heide

Im SO Brandenburgs – an der Schnittstelle dreier Landkreise (Dahme-Spreewald, Spree-Neiße und Oder-Spree) – gelegen bietet die Lieberoser Heide ein vielfältiges Mosaik mit Wäldern, Heiden, Mooren und Seen, gehegt und gepflegt durch den Förderverein Lieberoser Heide und die Stiftung Naturlandschaften. Umrahmt vom Naturpark Dahme-Heideseen, dem Biosphärenreservat Spreewald, dem Naturpark Schlaubetal (mit BUND-Naturschutzzentrum Schlaubemühle) und der Region um den Schwielochsee wirkt die Heidelandschaft nahe der polnischen Grenze wahrhaftig lieblich – trotz der Geschichtsträchtigkeit dieses Ortes (wenigstens lässt uns die Dokumentationsstätte KZ-Außenlager Lieberose/Sowjetisches Speziallager Jamlitz die Gräuel der NS-Zeit „niemals vergessen“ [ob die Menschen daraus tatsächlich etwas gelernt haben, frage ich mich hingegen immer wieder])! Aber dieser Blog soll ja nicht von Rechtsradikalen handeln [auch wenn ich es wichtig finde, gegen Rassismus aufzutreten], sondern vom Naturschutz …

Für das Dammermoor (nördlich der Stadt Lieberose) und das Calpenzmoor (Gemeinde Schenkendöbern südlich des Naturparks Schlaubetal) könnte ich eine BUND-Moorpatenschaft übernehmen und genau dort leben auch die Wölfe! Und zur Lausitz, wo es die meisten Wolfsrudel gibt, ist es auch nicht weit …

Auswahl der Wolfs- und Moorregionen

Mithilfe der Wolfskarte des LfU Brandenburg

Brandenburg-Wolfskarte

und der Moorkarte des BUND Brandenburg

Brandenburg-Moorkarte

wählte ich drei Regionen aus, die mir für meine Monitoringtätigkeiten interessant erschienen und mich persönlich ansprachen (viele Seen, unterschiedliche Landschaftsformen und zudem eher dünn besiedelt, aber dennoch sozialpolitisch engagiert und auch mit barrierefreier Infrastruktur):

Ruppiner Land

Ruppiner-Land

Baruther Urstromtal

Baruther-Urstromtal

Lieberoser Heide

Lieberoser-Heide


Diese drei Regionen werde ich im Sommer 2018 in aller Ruhe erforschen – dort, wo´s mir am besten gefällt und es am interessantesten ist, suche ich mir mein neues Zuhause …

Ergebnisse meiner ersten (virtuellen) Recherchen zu diesen Gebieten findet Ihr im Blogbeitrag Infos zu ausgewählten Brandenburger Regionen!