Baruther Urstromtal – a flying visit

Auch wenn die Landschaftsformen im Baruther Urstromtal ähnlich denen der Lieberoser Heide sind, so fühlte ich mich interessanterweise dennoch hier bei weitem nicht so wohl wie dort (obwohl ich selbstverständlich der Region in keiner Weise unrecht tun möchte – trotzdem verursachten die verrosteten und halb verfallenen Begrenzungszäune an den Waldrändern ein mulmiges, fast abweisendes Gefühl in mir und ich hatte eher den Eindruck, im Hinterland der Ukraine oder Moldawiens zu sein denn in Deutschland). Zumindest war es im Gebiet zwischen Baruth, Zossen, Trebbin und Luckenwalde so (wobei letzteres an sich ein schmuckes und sympathisches Städtchen zu sein scheint). Wie gesagt, ich will keineswegs das ganze Baruther Urstromtal kritisieren, denn es gibt dort sicherlich genauso schöne Plätze und Gegenden wie sonst überall in Deutschland, jedoch das kleine Fleckchen, welches ich als erstes sah, kam mir wenig einladend vor.
Das Wolfs- und Moor-Naturschutzgebiet inmitten von Baruth, Mückendorf, Horstwalde, Schönfeld, Jänickendorf, Holbeck, Stülpe, Lynow und Paplitz ist weder beschildert noch einladend, denn auf den hässlichen alten Zäunen und an den Bäumen prangen Schilder mit Aufschriften wie z.B.: „Lebensgefahr! Betreten und Befahren verboten!“, „Achtung! Betreten und Befahren verboten! Ehemalige militärische Kasernenanlage!“ (bzw. „Munitionsbelastung!“) – da fühlt man sich nicht wirklich entspannt!

Warnschild_Lebensgefahr!

Zwar gibt es auch hier jede Menge Alleen und Wälder, doch es wirkt alles ziemlich vernachlässigt.

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Selbst Häuser entlang der Strecke vermitteln den Eindruck von Verlassenheit und Verfall.

Nordwestlich Richtung Beelitz im Naturpark Nuthe-Nieplitz – beim Dobbrikower Forst – erschien mir alles wesentlich freundlicher, dort unternahm ich mit den Hunden einen an sich schönen Waldspaziergang: ohne einschüchternde Warnschilder, dafür hingegen mit Unmengen an Müll, welcher einfach im Wald abgelagert wurde und offensichtlich schon ziemlich lang vor sich hin „gammelt“ … das ist wiederum gar nicht schön!
Ehrlich gesagt kann ich mir zum momentanen Zeitpunkt nicht vorstellen, in dieser Region zu leben, aber der erste Eindruck mag ja auch manchmal täuschen … jedenfalls erhält das Baruther Urstromtal ebenso wie die beiden anderen Gebiete seine Chance in Form einer intensiveren Besichtigungstour.

Kuriosität am Rande:
Die Gegend um den Mellensee ist durchzogen von entsetzlich schlechten Straßen, was man mit Wohnwagen klarerweise umso stärker merkt, zudem machte ich die groteske Erfahrung, dass eine der wenigen guten Bundesstraßen (!) nach vorbildhafter Auffahrt – ohne jegliche Vorwarnung – plötzlich endet und es kilometerlang auf extrem holprigen Pflastersteinen weitergeht!

Straßenbau

Lieberoser Heide – a flying visit

Siegadel_Allee-Verkehrsschild

Die Lieberoser Heide hat echt Charme! Allein die wunderschönen Alleen, durch die man fährt, sind so voller Liebreiz, dass man sich wie auf einer „magic tour“ fühlt [daran ändern auch die Verkehrsschilder, welche einen gemahnen, nicht die Bäume zu touchieren, rein gar nichts]! Diesbezüglich könnte sich das Waldviertel ein Beispiel nehmen (ich meine nicht wegen der Schilder, sondern wegen der vielen dicht an dicht stehenden Alleebäume; außerdem: so schöne glatte Landstraßen findet man im Waldviertel auch eher selten])! Doch uns interessiert ja eh mehr das Lieberoser Waldgebiet …

Doberburg_Waldweg-zum-Dammer-Moor_im-Sonnenlicht

Die dortigen Kiefernwälder sind wunderwunderwunderschön und tauchen die weite Landschaft in ein ganz eigenes Licht, das den Augen (und der Seele) sehr wohltut, durch das Kiefernharz liegt stets ein besonders angenehmer Duft in der Luft! Die Waldwege sind breit angelegt und überaus angenehm zu begehen – bei einer Abzweigung angekommen, zeigen einem Wegweiser die Richtung bzw. meint Speedy, unser absolut verlässlicher Scout, nach kurzer Bedenkzeit: „Ok, immer der Nase nach!“

Auch Chekotee liebt Kiefernwälder: offenbar fühlt er sich aufgrund des weiten Blickfelds sicher und geborgen, abgesehen davon, dass er generell liebend gern im Wald ist- tja, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, oder?! So findet er auch die nötige Gelassenheit, sich bereits als Artenspürhund im Schnüffeln zu üben;-)

Doberburg_Chekotee_übt-sich-schon-im-SchnüffelnSpeedy wiederum – als stets achtsamer „Scout“ alles rundum im Blick habend – merkt zwischendurch lauschend und beobachtend auf: „Sind da am Ende schon Wölfe in der Nähe?“ Doch nach einer Weile folgt die Entwarnung: „Nix war, gemma weiter!“

Und Leah ist trotz ihres hohen Alters ebenso gern in den Wäldern unterwegs wie die Youngsterboys, weil sie weiß, dass es extra für sie immer wieder kleine Pausen gibt, nicht nur mit Wassertrinken, sondern auch mit Butterbrot (denn die Hunde kriegen auf Ausflügen beim Rasten immer etwas von meinen Käsebrötchen ab, für Leah natürlich mit Gurkenscheiben, denn die mag sie sehr)!

Außerhalb der wundervollen Kieferwälder findet man unendliche Weiten an Feldern und manchmal auch unendliche Weiten an Windrädern (wie hier bei Siegadel – zugegeben, schön schauen jene Windparks nicht aus, besser als Atomkraftwerke sind sie allemal, andererseits leiden die Tiere an den für uns teilweise gar nicht wahrnehmbaren Frequenzen und die Überlebensrate beim Zusammenstoß mit einem Windradflügel ist gleich Null)! Mit diesem Thema werden wir uns noch intensiver auseinandersetzen  …

Glücklicherweise stellen Windparks eher eine Ausnahmeerscheinung in der Lieberoser Heide dar, sodass mein bleibender Eindruck durch die traumhaften lichtdurchfluteten Kiefernwälder und das phantasieanregende Dammermoor geprägt bleibt – die Doggies und ich, wir freuen uns schon sehr auf´s Wiederkommen!

 

 

 

 

 

Dammer Moor – erste Exkursion

Dammersee_Panorama_Titelbild
Dammersee

Das Moorgebiet um den Dammersee in der Lieberoser Heide liegt am kleinen Dörfchen Damme (zwischen Goschen und Doberburg nördlich von Lieberose). Am 16. Juli machte ich gemeinsam mit meinen Hunden eine erste Exkursion zum Dammermoor – es war so schön, dass wir über 5 Stunden dort zubrachten!

Das Dammermoor selbst besteht – neben dem großen Dammersee – aus mehreren kleineren Teichen und Tümpeln: eine Form von „wilder“ Naturschönheit mit wohltuend entspannender Atmosphäre!

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Durch die Lage inmitten eines „Märchenwaldes“ wirkt das Moor bezaubernd und faszinierend, noch dazu sind immer wieder bizarr-grotesk-lustige Naturskulpturen zu entdecken und der ewige Kreislauf des Werdens und Vergehens ist omnipräsent.

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Eine idyllische „Wildnis“, worin die Hunde und ich uns echt wohl fühlten! Auch ein sehr freundliches und informatives Gespräch mit dem dortigen Förster ergab, dass der Bedarf an Wolfsmonitorern hier jedenfalls gegeben wäre …

Dammer-Moor_Teichidylle

Alle Fotos © Mirjam Silber 2018

 

Erste Woche on Tour

Spätabends am 8. Juli ging´s los – unsere erste Station machten wir gleich in Pisecne, der tschechischen Nachbarortschaft von Neuriegers, somit hatten wir auch unsere „Generalprobe“ (= im Wohnwagen übernachten) absolviert!

Pisecne_erste-Station_jüdischer-Friedhof

Es gefiel uns so gut, dass wir nach dem Frühstück gleich noch ein kleines „Napping“ dranhängten!

Napping_morgens-nach-erster-Nacht-im-Puscherl

Nach ziemlich anstrengender Fahrt durch Tschechien (viele Baustellen und Umleitungen, doch wenig sinnvolle Beschilderungen) kamen wir zwei Tage später schließlich in Deutschland an und genossen gleich die erfrischende Bergluft im Zittauer Gebirge in Form eines ausgiebigen Waldspaziergangs (nur unser Angsthund Chekotee war nachvollziehbarerweise noch skeptisch und verunsichert).

Endlich-in-Deutschland_Lückendorf_Zittauer-Gebirge

Und dann war es soweit: der allererste Aufenthalt auf einem Campingplatz! Wir suchten uns den kleineren, eher familiär geprägten Campingbauernhof Sell in Waltersdorf bei Großschönau aus – die Erholung tat uns sehr gut, weshalb wir einige „Urlaubstage“ dort zubrachten. Insbesondere für die Hunde (speziell für Chekotee) war die längere Eingewöhnungsphase in unser „Nomadendasein“ wichtig und auch Speedy profitierte dadurch enorm (Leah ist ja sowieso die „Coole“)!

Old Lady Leah braucht immer wieder kleinere Päuschen, eh klar, worüber ich ehrlich gesagt gar nicht unglücklich bin, denn auch ich muss mir erst wieder bessere Kondition aneignen – hingegen die beiden „Youngsterboys“ sind stets startklar;-)

Als wir bei einem unserer Waldspaziergänge vom Regen überrascht wurden, suchten wir Schutz unter den Bäumen, wo die Hunde diese unerwartete Pause zum Gruppenkuscheln nutzten;-)

Waldspaziergang_take-cover_Regen

Die Hunde lernten Kühe kennen, die ihnen gehörigen Respekt einflößten! Der Sell´sche Bauernhof „Lauscheblick“ betreibt intensive Viehwirtschaft, d.h. Unmengen an Kühen müssen täglich versorgt werden – wenigstens dürfen diese Kühe auch hinaus auf die riesengroßen Weiden!

Nach 5 Tagen fühlten wir uns soweit erholt, dass wir unsere Reise fortsetzten – ich hatte beschlossen, mir „meine“ drei Regionen zunächst allesamt im einwöchigen Schnelldurchlauf anzuschauen, um einen ersten Eindruck (auf gut Wienerisch: a G´spür) zu bekommen. Die Lieberoser Heide sollte den Anfang machen und so suchten wir uns auf dem Campingplatz Eurocamp Spreewaldtor ein lauschiges Plätzchen – quasi in Alleinlage (tja, sogar auf Mega-Campingplätzen gibt´s glücklicherweise nicht immer nur Massenandrang)! Besonders schön hier: der Zugang zum Groß-Leuthener See ermöglichte nicht nur Leah das Schwimmen, sondern auch mir – und das nach fast 10 Jahren, denn seitdem ich körperbehindert bin, war ich noch kein einziges Mal schwimmen, dabei bin ich im Grunde mindestens genauso eine Wasserratte wie meine Labradorhündin:-)

Über meine Impressionen zur Lieberoser Region und den überaus spannenden Besuch am Dammer Moor erzähle ich demnächst …

Doberburg_Leah&Speedy&Chekotee_Kiefernwald-1

Infos zu ausgewählten Brandenburger Regionen

Ruppiner Land

Das Ruppiner Seenland liegt im NW Brandenburgs und gehört zum Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Wie der Name schon sagt, ist das Gebiet reich an Seen und außerdem grenzt es im Norden an die Mecklenburgische Seenplatte. Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land umschließt diese großräumige Seen- und Waldlandschaft.

Moore befinden sich am Himmelreichsee bei Luhme (an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern) und Wölfe gibt es in der Kyritz-Ruppiner (bzw. Wittstock-Ruppiner) Heide. Wie es häufig vorkommt, ist auch dieses Wolfsrevier auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz, dem sog. „Bombodrom“, wo sowjetische Truppen noch bis Anfang der 1990er-Jahre Übungsflüge und Bombardements durchführten (nach jahrelanger Bürger- und Friedensinitiative verzichtete 2010 endlich auch die deutsche Luftwaffe auf militärische Nutzung). Das stark durch Altmunition belastete Heidegebiet wird sukzessive geräumt, was aber sehr arbeits- und zeitaufwändig ist, weshalb der Großteil des Bombodroms als Sperrgebiet gilt. Immerhin ist die Südspange bereits frei und kann eigenständig oder mittels geführter Touren durchstreift werden. Es besteht ein von mehreren Verbänden getragenes engagiertes Entwicklungsprogramm zur Förderung der zivilen Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide (nähere Infos hier), bei dem ich – falls ich dort mein neues Zuhause finde – sicherlich gerne mitwirken werde.

Weiter westlich in Sargleben bei Karstädt eröffnete der Assistenzhundeverein Associata-Assistenzhunde e.V.  sein neues Domizil am Distelhof – auch mit den dortigen Verantwortlichen stehe ich bereits in Kontakt und kann mir gut vorstellen, mich mit meinem Verein Helping Dogs sinnstiftend einzubringen.

 

Baruther Urstromtal

Durch den Landkreis Teltow-Fläming im SW Brandenburgs zieht sich das oft nur wenige Kilometer schmale Band des Baruther Urstromtals, einer aus eiszeitlichen Schmelzwässern entstandenen Niederungslandschaft mit Sümpfen, Seen, Wiesen und Wäldern. Der regionale Förderverein arbeitet an einer Klassifizierung des Baruther Urstromtals zum Naturpark – wenn ich dorthin ziehe, wäre wohl auch hier ein reiches Betätigungsfeld für mich. Ebenso bietet der Naturpark Nuthe-Nieplitz spannende Aktivitäten und Veranstaltungen.

Wolfsreviere liegen um Dobbrikow, Sperenberg und Jüterbog, unter den zahlreichen Moorgebieten interessieren den BUND und mich v.a. Gadsdorfer Torfstiche und Luderbusch (Gemeinde Am Mellensee) sowie Espenluch und Stülpersee (Gemeinde Nuthe-Urstromtal).

Neben der schönen Natur spricht mich im Landkreis Teltow-Fläming ebenso das offenbar hohe und selbstverständliche sozialpolitische Engagement an – nicht nur existieren mehrere Behindertenverbände/-vereine, sondern auch sonst scheinen die BürgerInnen sehr aktiv zu sein: es gibt u.a. einen Arbeitskreis für Toleranz, ein Netzwerk für Demokratie und auch Zuwanderer erfahren Unterstützung bei ihrer Integration. Ahrensdorf hat sogar eine Hachschara-Stätte. All dies bringt der Region schon vorab jede Menge Pluspunkte;-)

 

Lieberoser Heide

Im SO Brandenburgs – an der Schnittstelle dreier Landkreise (Dahme-Spreewald, Spree-Neiße und Oder-Spree) – gelegen bietet die Lieberoser Heide ein vielfältiges Mosaik mit Wäldern, Heiden, Mooren und Seen, gehegt und gepflegt durch den Förderverein Lieberoser Heide und die Stiftung Naturlandschaften. Umrahmt vom Naturpark Dahme-Heideseen, dem Biosphärenreservat Spreewald, dem Naturpark Schlaubetal (mit BUND-Naturschutzzentrum Schlaubemühle) und der Region um den Schwielochsee wirkt die Heidelandschaft nahe der polnischen Grenze wahrhaftig lieblich – trotz der Geschichtsträchtigkeit dieses Ortes (wenigstens lässt uns die Dokumentationsstätte KZ-Außenlager Lieberose/Sowjetisches Speziallager Jamlitz die Gräuel der NS-Zeit „niemals vergessen“ [ob die Menschen daraus tatsächlich etwas gelernt haben, frage ich mich hingegen immer wieder])! Aber dieser Blog soll ja nicht von Rechtsradikalen handeln [auch wenn ich es wichtig finde, gegen Rassismus aufzutreten], sondern vom Naturschutz …

Für das Dammermoor (nördlich der Stadt Lieberose) und das Calpenzmoor (Gemeinde Schenkendöbern südlich des Naturparks Schlaubetal) könnte ich eine BUND-Moorpatenschaft übernehmen und genau dort leben auch die Wölfe! Und zur Lausitz, wo es die meisten Wolfsrudel gibt, ist es auch nicht weit …

Puscherl & Q(ub)o

Am 6. Mai war es endlich soweit: mein neues Auto wurde mitsamt Wohnwagen „per Hauszustellung“ von Peter geliefert:-) Da stand das Gespann nun – der rote Fiat Qubo (behindertengerecht auf Handbetrieb umgebaut) und das süße Puscherl … mein Herz hüpfte vor Freude und schlug Purzelbäume!! Die Probefahrt war ein voller Erfolg und ich stellte fest, dass es viel leichter als erwartet war, mit Wohnwagen zu fahren!
Sind „Puscherl & Q(ub)o“ denn nicht eine Augenweide?!?!

 

Auswahl der Wolfs- und Moorregionen

Mithilfe der Wolfskarte des LfU Brandenburg

Brandenburg-Wolfskarte

und der Moorkarte des BUND Brandenburg

Brandenburg-Moorkarte

wählte ich drei Regionen aus, die mir für meine Monitoringtätigkeiten interessant erschienen und mich persönlich ansprachen (viele Seen, unterschiedliche Landschaftsformen und zudem eher dünn besiedelt, aber dennoch sozialpolitisch engagiert und auch mit barrierefreier Infrastruktur):

Ruppiner Land

Ruppiner-Land

Baruther Urstromtal

Baruther-Urstromtal

Lieberoser Heide

Lieberoser-Heide


Diese drei Regionen werde ich im Sommer 2018 in aller Ruhe erforschen – dort, wo´s mir am besten gefällt und es am interessantesten ist, suche ich mir mein neues Zuhause …

Ergebnisse meiner ersten (virtuellen) Recherchen zu diesen Gebieten findet Ihr im Blogbeitrag Infos zu ausgewählten Brandenburger Regionen!

Warum gerade Deutschland?

 

Ada

Das ist Ada, die Tochter meiner Freundin Arta in Berlin. Ich kenne die süße kleine Ada nur von Fotos … aber wenn ich in ihrer Nähe wohne, werden wir einander öfter sehen! Ist doch ein triftiger, noch dazu entzückender Grund, nach Deutschland auszuwandern!


Scharbockskraut-Blüte

Von Anfang an war mir klar, mich in Deutschland bei einem etablierten Verband ehrenamtlich einzubringen, denn auf keinen Fall will ich mit meinem Engagement wieder völlig allein dastehen, andererseits ist mir aber nicht danach, ständig unter Menschen zu sein (dafür bin ich mittlerweile viel zu sehr an meine Zurückgezogenheit von der lauten Welt gewohnt [und durch die behinderungsbedingten chronischen Schmerzen brauche ich sowieso zwischendurch immer wieder Ruhephasen]). Außerdem ist es mir natürlich wichtig, möglichst viel Zeit mit meinen Hunden zu verbringen, sie in meine Tätigkeiten mit einzubeziehen und viel draußen in der Natur zu sein. Die Hunde kennen meine Leidenschaft fürs Botanisieren: während ich in der Wiese sitze, knie oder liege und Pflanzen begutachte und fotografiere bzw. zur exakten Bestimmung im „Schmeil-Fitschen“ herumblättere, legen sich meine Hunde neben mich und machen ein Nickerchen, so tanken sie wieder Energie für die weiteren Suchspiele, die wir unterwegs machen. Insofern sind sie schon mit den Basics im aktiven Naturschutz vertraut;-)

Bücher-Botanik

Zudem beschäftige ich mich im Rahmen meiner verhaltensbiologischen und insbes. kynologischen Forschungen bereits seit Längerem auch mit Wölfen, verfolge mit großer Faszination ihre Rückkehr nach Mitteleuropa und studiere Publikationen über Wölfe (z.B. Fachbücher, Blogs, wissenschaftliche Portale).
So gesehen war der Weg ins Wolfsmonitoring in gewisser Weise schon vorgezeichnet …

Bücher-Wölfe

Als mir der BUND Brandenburg schließlich neben dem Wolfsmonitoring auch Moorpatenschaft anbot, sagte ich liebend gerne zu!

Wie´s dann weiterging, erfahrt Ihr HIER!

 

 

 

Backgroundstory – „Woodquarter“ & Politics

 

Helping Dogs – das erste und einzige Assistenzhunde- und Behindertenberatungszentrum im oberen Waldviertel

Das wäre doch was, oder? Sollte man zumindest meinen …
Doch die Stadtgemeinde Raabs an der Thaya ist offensichtlich ganz und gar nicht daran interessiert, in ihrer Region etwas für Menschen mit Behinderung zu tun. Barrierefreiheit und Inklusion, das ist in den hiesigen Waldviertler Köpfen noch längst nicht angekommen! Und wer braucht schon Assistenzhunde? Für die kriegt man ja nicht einmal Hundesteuer [dabei ist sowieso fraglich, wieso Gemeinden am Land, wo es weder Gackisackerlspender noch Hundespielplätze gibt, überhaupt Hundeabgabe einkassieren – pure Geldbeschaffung für die Gemeindekassen]!
Ich dachte, in meiner Funktion als Obfrau der Behindertenverband-Ortsgruppe Raabs sowie mit der Gründung und Leitung des gemeinnützigen sozialintegrativen Vereins Helping Dogs würde zumindest etwas Bewegung in die festgefahrenen Strukturen kommen, doch seit Jahren stoße ich auf taube Ohren und kämpfe gegen Windmühlen: keine meiner Projektideen wurde auch nur im Mindesten unterstützt. Weil es den (Regional-)PolitikerInnen prinzipiell nicht passt, dass behinderte Menschen öffentlich auftreten und ihre Rechte einfordern, fanden meine Anliegen, Anfragen und Anträge keinerlei Echo. Zuletzt erhielt ich auf mein Angebot für Behindertensprechtage, die ich zweimal monatlich ehrenamtlich in Raabs durchführen wollte, nicht einmal mehr eine Antwort!
Solcherart verbohrte, rückschrittliche Ignoranz hat mein Engagement nicht verdient und deshalb beschloss ich, dorthin zu ziehen, wo meine Initiative und mein Einsatz willkommen geheißen, wertgeschätzt und unterstützt wird.

So wunderschön und idyllisch die Natur und Ruhe im entlegenen Waldviertel auch ist, so unmöglich ist es aber auch, hier ein inklusives Projekt für Menschen mit Behinderung zu etablieren – tja, es würde höchstens dann klappen, wenn ich einmal reich wär, didl-didl-didl-didl-didl-didl-didl-dum …

Jedoch mit behinderungsbedingter Frühpension stellt sich garantiert kein Reichtum ein und Fördergelder fallen auch nicht vom Himmel, schon gar nicht, wenn ein gemeinnütziger Verein die p.t. Persönlichkeiten der regionalen Politik und Wirtschaft nicht hinter sich weiß!

Ach, was soll´s … das Leben ist zu kurz, um sich mit engstirnigen, unbelehrbaren Leuten herumzuschlagen! Woanders gibt´s ebenso schöne Naturlandschaften und v.a. auch inspirierte und ambitionierte Gleichgesinnte, mit denen der gegenseitige Austausch Vergnügen und Bereicherung bietet!

Und seien wir ehrlich, solch eine österreichische Regierung mit ewiggestrigen rechtsnationalen Burschen- und MädelschafterInnen, die immer und immer wieder xenophobe Populismen und antisemitische Stereotype bedienen, animiert einen ja faktisch zum Auswandern …

Warum gerade Deutschland? Das erfahrt Ihr HIER!

Blick-ins-Weite-k

Helping Dogs on Tour: Naturschutz in Deutschland

Helping Dogs – das sind wir:

SPEEDY: 6-jähriger Tierschutzhund, Helping Dog

Speedy&VgT-cow

CHEKOTEE: 5-jähriger Tierschutzhund, Angsthund & „Nesthäkchen“

MIRJAM: wegen Körperbehinderung frühpensioniert, im Tier-, Natur- und Artenschutz aktiv


LEAH – in memoriam:
15-jährige Tierschutzhündin, Therapiebegleithund (a.D.), Servicehund (a.D.)
gestorben am 19. Oktober 2018

Geliebte Seelenfreundin! Du wirst immer in meinen Gedanken und in meinem Herzen sein!

GIZMO – in memoriam:
13,5-jähriger Tierschutzhund, Therapiebegleithund (a.D.), Servicehund (a.D.)
gestorben am 7. Juli 2020

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist gizmo_charming.jpg.
Mein liebster Wirbelwind! Ohne dich ist es so schrecklich ruhig!

Der gemeinnützige Assistenzhunde- und Tierschutzverein HELPING DOGS wandert nach Deutschland aus (warum – das erfahrt Ihr in den weiteren Blogbeiträgen der Kategorie „Präambel“: Backgroundstory – „Woodquarter“ & Politics, Warum gerade Deutschland?, Auswahl der Wolfs- und Moorregionen)!
In Deutschland werde ich ehrenamtlich im Naturschutz tätig sein (natürlich gemeinsam mit meinen Hunden: die beiden Junghunde als Artenschutz-Suchhunde). Eigentlich wollte ich ja an die Ostsee ziehen, doch da wimmelt es nur so von Touristen – nichts für uns. Deshalb nahm ich liebend gern das Offert des BUND Brandenburg an, für das LfU (Landesamt für Umwelt) im „Wolfsmonitoring“ und „Moormonitoring“ tätig zu sein!
Da ich glücklicherweise seit Jahren keinen Rollstuhl mehr benötige, sondern dank meiner Bein-Orthesen recht gut gehen kann (auch auf Waldwegen) und sowieso viel mit meinen Hunden draußen unterwegs bin, lässt sich das Naturschutzmonitoring ideal in meinen Alltag integrieren.
Durch Umbau des Autos auf Handbetrieb sind auch Menschen mit Behinderung wie ich in der Lage, eigenständig und sogar mit Wohnwagen mobil zu sein! Eh klar, ein Camperleben ist nicht jederfraus Sache, aber für mich – noch dazu mit mehreren Hunden – bedeutet dies ein Optimum an Selbstbestimmtheit, Unabhängigkeit und Freiheit:-)

In diesem Blog nehme ich Euch mit auf unsere faszinierende, spannende, lehrreiche und abenteuerliche Reise auf der Suche nach einem neuen Zuhause in Brandenburg, zu Deutschlands Wölfen und Mooren, zu Naturschutzgebieten und deren Vielfalt an Fauna und Flora, zu Menschen, die sich für eine bessere Welt einsetzen und auch zu sinnlichen Momenten des Erlebens elementarer Verbundenheit mit der Natur.

Viel Freude beim Mitreisen wünschen Mirjam Silber und die Helping Dogs!