Auswahl der Wolfs- und Moorregionen

Mithilfe der Wolfskarte des LfU Brandenburg

Brandenburg-Wolfskarte

und der Moorkarte des BUND Brandenburg

Brandenburg-Moorkarte

wählte ich drei Regionen aus, die mir für meine Monitoringtätigkeiten interessant erschienen und mich persönlich ansprachen (viele Seen, unterschiedliche Landschaftsformen und zudem eher dünn besiedelt, aber dennoch sozialpolitisch engagiert und auch mit barrierefreier Infrastruktur):

Ruppiner Land

Ruppiner-Land

Baruther Urstromtal

Baruther-Urstromtal

Lieberoser Heide

Lieberoser-Heide


Diese drei Regionen werde ich im Sommer 2018 in aller Ruhe erforschen – dort, wo´s mir am besten gefällt und es am interessantesten ist, suche ich mir mein neues Zuhause …

Ergebnisse meiner ersten (virtuellen) Recherchen zu diesen Gebieten findet Ihr im Blogbeitrag Infos zu ausgewählten Brandenburger Regionen!

Warum gerade Deutschland?

 

Ada

Das ist Ada, die Tochter meiner Freundin Arta in Berlin. Ich kenne die süße kleine Ada nur von Fotos … aber wenn ich in ihrer Nähe wohne, werden wir einander öfter sehen! Ist doch ein triftiger, noch dazu entzückender Grund, nach Deutschland auszuwandern!


Scharbockskraut-Blüte

Von Anfang an war mir klar, mich in Deutschland bei einem etablierten Verband ehrenamtlich einzubringen, denn auf keinen Fall will ich mit meinem Engagement wieder völlig allein dastehen, andererseits ist mir aber nicht danach, ständig unter Menschen zu sein (dafür bin ich mittlerweile viel zu sehr an meine Zurückgezogenheit von der lauten Welt gewohnt [und durch die behinderungsbedingten chronischen Schmerzen brauche ich sowieso zwischendurch immer wieder Ruhephasen]). Außerdem ist es mir natürlich wichtig, möglichst viel Zeit mit meinen Hunden zu verbringen, sie in meine Tätigkeiten mit einzubeziehen und viel draußen in der Natur zu sein. Die Hunde kennen meine Leidenschaft fürs Botanisieren: während ich in der Wiese sitze, knie oder liege und Pflanzen begutachte und fotografiere bzw. zur exakten Bestimmung im „Schmeil-Fitschen“ herumblättere, legen sich meine Hunde neben mich und machen ein Nickerchen, so tanken sie wieder Energie für die weiteren Suchspiele, die wir unterwegs machen. Insofern sind sie schon mit den Basics im aktiven Naturschutz vertraut;-)

Bücher-Botanik

Zudem beschäftige ich mich im Rahmen meiner verhaltensbiologischen und insbes. kynologischen Forschungen bereits seit Längerem auch mit Wölfen, verfolge mit großer Faszination ihre Rückkehr nach Mitteleuropa und studiere Publikationen über Wölfe (z.B. Fachbücher, Blogs, wissenschaftliche Portale).
So gesehen war der Weg ins Wolfsmonitoring in gewisser Weise schon vorgezeichnet …

Bücher-Wölfe

Als mir der BUND Brandenburg schließlich neben dem Wolfsmonitoring auch Moorpatenschaft anbot, sagte ich liebend gerne zu!

Wie´s dann weiterging, erfahrt Ihr HIER!

 

 

 

Backgroundstory – „Woodquarter“ & Politics

 

Helping Dogs – das erste und einzige Assistenzhunde- und Behindertenberatungszentrum im oberen Waldviertel

Das wäre doch was, oder? Sollte man zumindest meinen …
Doch die Stadtgemeinde Raabs an der Thaya ist offensichtlich ganz und gar nicht daran interessiert, in ihrer Region etwas für Menschen mit Behinderung zu tun. Barrierefreiheit und Inklusion, das ist in den hiesigen Waldviertler Köpfen noch längst nicht angekommen! Und wer braucht schon Assistenzhunde? Für die kriegt man ja nicht einmal Hundesteuer [dabei ist sowieso fraglich, wieso Gemeinden am Land, wo es weder Gackisackerlspender noch Hundespielplätze gibt, überhaupt Hundeabgabe einkassieren – pure Geldbeschaffung für die Gemeindekassen]!
Ich dachte, in meiner Funktion als Obfrau der Behindertenverband-Ortsgruppe Raabs sowie mit der Gründung und Leitung des gemeinnützigen sozialintegrativen Vereins Helping Dogs würde zumindest etwas Bewegung in die festgefahrenen Strukturen kommen, doch seit Jahren stoße ich auf taube Ohren und kämpfe gegen Windmühlen: keine meiner Projektideen wurde auch nur im Mindesten unterstützt. Weil es den (Regional-)PolitikerInnen prinzipiell nicht passt, dass behinderte Menschen öffentlich auftreten und ihre Rechte einfordern, fanden meine Anliegen, Anfragen und Anträge keinerlei Echo. Zuletzt erhielt ich auf mein Angebot für Behindertensprechtage, die ich zweimal monatlich ehrenamtlich in Raabs durchführen wollte, nicht einmal mehr eine Antwort!
Solcherart verbohrte, rückschrittliche Ignoranz hat mein Engagement nicht verdient und deshalb beschloss ich, dorthin zu ziehen, wo meine Initiative und mein Einsatz willkommen geheißen, wertgeschätzt und unterstützt wird.

So wunderschön und idyllisch die Natur und Ruhe im entlegenen Waldviertel auch ist, so unmöglich ist es aber auch, hier ein inklusives Projekt für Menschen mit Behinderung zu etablieren – tja, es würde höchstens dann klappen, wenn ich einmal reich wär, didl-didl-didl-didl-didl-didl-didl-dum …

Jedoch mit behinderungsbedingter Frühpension stellt sich garantiert kein Reichtum ein und Fördergelder fallen auch nicht vom Himmel, schon gar nicht, wenn ein gemeinnütziger Verein die p.t. Persönlichkeiten der regionalen Politik und Wirtschaft nicht hinter sich weiß!

Ach, was soll´s … das Leben ist zu kurz, um sich mit engstirnigen, unbelehrbaren Leuten herumzuschlagen! Woanders gibt´s ebenso schöne Naturlandschaften und v.a. auch inspirierte und ambitionierte Gleichgesinnte, mit denen der gegenseitige Austausch Vergnügen und Bereicherung bietet!

Und seien wir ehrlich, solch eine österreichische Regierung mit ewiggestrigen rechtsnationalen Burschen- und MädelschafterInnen, die immer und immer wieder xenophobe Populismen und antisemitische Stereotype bedienen, animiert einen ja faktisch zum Auswandern …

Warum gerade Deutschland? Das erfahrt Ihr HIER!

Blick-ins-Weite-k

Helping Dogs on Tour: Naturschutz in Deutschland

Helping Dogs – das sind wir:

LEAH: 14-jährige Tierschutzhündin, Servicehund (in Pension)

Leah_posing-on-MobilityParcours

GIZMO: 11-jähriger Tierschutzhund, Servicehund (in Pension)

GizmoPorträt-1

SPEEDY: 4-jähriger Tierschutzhund, Servicehund in Ausbildung

Speedy&VgT-cow

CHEKOTEE: 3-jähriger Tierschutzhund, Angsthund & „Nesthäkchen“

Chekotee_untermBusch

MIRJAM: wegen Körperbehinderung frühpensioniert, im Tier- und Naturschutz aktiv

Mirjam_Bücherwand


Der gemeinnützige Assistenzhunde- und Tierschutzverein HELPING DOGS wandert nach Deutschland aus (warum – das erfahrt Ihr in den weiteren Blogbeiträgen der Kategorie „Präambel“: Backgroundstory – „Woodquarter“ & Politics, Warum gerade Deutschland?, Auswahl der Wolfs- und Moorregionen)!
In Deutschland werde ich ehrenamtlich im Naturschutz tätig sein (natürlich gemeinsam mit meinen Hunden: die beiden Junghunde als Artenschutz-Suchhunde). Eigentlich wollte ich ja an die Ostsee ziehen, doch da wimmelt es nur so von Touristen – nichts für uns. Deshalb nahm ich liebend gern das Offert des BUND Brandenburg an, für das LfU (Landesamt für Umwelt) im „Wolfsmonitoring“ und „Moormonitoring“ tätig zu sein!
Da ich glücklicherweise seit Jahren keinen Rollstuhl mehr benötige, sondern dank meiner Bein-Orthesen recht gut gehen kann (auch auf Waldwegen) und sowieso viel mit meinen Hunden draußen unterwegs bin, lässt sich das Naturschutzmonitoring ideal in meinen Alltag integrieren.
Durch Umbau des Autos auf Handbetrieb sind auch Menschen mit Behinderung wie ich in der Lage, eigenständig und sogar mit Wohnwagen mobil zu sein! Eh klar, ein Camperleben ist nicht jederfraus Sache, aber für mich – noch dazu mit mehreren Hunden – bedeutet dies ein Optimum an Selbstbestimmtheit, Unabhängigkeit und Freiheit:-)

In diesem Blog nehme ich Euch mit auf unsere faszinierende, spannende, lehrreiche und abenteuerliche Reise auf der Suche nach einem neuen Zuhause in Brandenburg, zu Deutschlands Wölfen und Mooren, zu Naturschutzgebieten und deren Vielfalt an Fauna und Flora, zu Menschen, die sich für eine bessere Welt einsetzen und auch zu sinnlichen Momenten des Erlebens elementarer Verbundenheit mit der Natur.

Viel Freude beim Mitreisen wünschen Mirjam Silber und die Helping Dogs!