Pflegekätzchen – 26. bis 30. Tag

Unglaublich, wie rasant die Kitten-Entwicklung vorangeht! Obzwar immer noch Winzlinge, flitzen die Kätzchen bereits durchs Zimmer, spielen Verstecken, Fangen und auch schon Auflauern …

Wir werden immer größer … und natürlich auch immer frecher!

Nachtrag vom August 2019

Nicht mal mehr Mamis Schwanz ist vor unseren Spielattacken sicher!!

Die Kleinen benutzen schon sehr brav das Katzenklo – das ging ganz automatisch, weil sie es sich von Mami Ayla abgeschaut hatten!
Überhaupt lieben sie es, dort mit simplen Alltagsgegenständen, wie Eisboxen, Schaufeln und Besen, herumzuspielen!

Bäckchen spielt liebend gern mit dem Löwen, denn bei dem wackelt der Schwanz so lustig!

Eigentlich will Ayla ja ein wenig schlafen, doch im Katzenzimmer geht´s rund!

Aber irgendwann werden auch die muntersten Kätzchen hungrig … und Ayla kann ganz behaglich ein Nickerchen machen!

Pflegekätzchen – 25. Tag

Tigerchen war an diesem Tag ganz besonders kuschelig und anhänglich, sodass ich sie den ganzen Tag mit mir herumtrug …

Nachtrag vom August 2019

Ganz besonderes Kuschelbedürfnis

Vielleicht hing es damit zusammen, dass ich ihr tags zuvor etwas zugefüttert hatte (seitdem sie laufen kann, war sie unentwegt „in action“ und nahm deshalb vom vielen Herumrennen ab, was ich natürlich durch Zusatzfütterung per Babyfläschchen ausgleichen wollte, noch dazu war sie ja von den Kitten die kleinste). Völlig k.o. von ihrem Power-Marathon, war das süße Mädel an diesem Tag so unglaublich kuschelbedürftig, dass sie gar nicht weg mochte von mir. Jedesmal, wenn ich sie runtersetzte, wollte sie sofort wieder hochgenommen werden, was sie mir nicht nur mit lautstarkem Fiepen kundtat (stimmlich hatte sie noch ausreichend Kraft!), sondern auch durch Hochklettern an meinem Hosenbein!
Insofern bestens „dressiert“, trug ich die kleine Tigerchen also den ganzen Tag – mit Ausnahme des „Tankens“ bei ihrer Mami Ayla – mit mir herum … hat denn eigentlich noch niemand ein Tragetuch für Katzenbabies erfunden?!?



Tigerchen genoss diese Sonderbehandlung in vollen Zügen und machte es sich an allen möglichen und unmöglichen Stellen auf mir bequem. Die meiste Zeit schlief sie ja eh, aber wenn sie wach war, rollte sie sich in meiner Hand auf den Rücken und ließ sich das Bäuchlein kraulen oder wir spielten Pfötchen-Finger-Haschen oder sie krabbelte auf mir rum, damit sie sich den nächsten bequemen Schlafplatz sicherte:-)


Nur als die Hunde (für die es ungewohnt war, eines der Baby-Kätzchen außerhalb des Katzenzimmers zu sehen) allzu neugierig ihre Nasen nach ihr ausstreckten, da wurde aus dem kleinen Tigerchen ein „großer Tiger“ mit zurückgelegten Ohren und Fauchen, was die Hunde umgehend wieder auf ihren Respektabstand zurück verwies! Da kann man nur sagen: klein, aber oho;-)

Shir Khan (junior) läst alle erbeben;-)

Vielleicht wollte mir die süße Tigerchen durch ihre besondere Anhänglichkeit aber auch bloß mitteilen, dass sie das Kätzchen sein will, welches ich zusammen mit Ayla behalten soll …

Pflegekätzchen – 13. bis 24. Tag

Mit den Kätzchen ist immer was los! Tagtäglich sind neue Fortschritte zu beobachten und vor lauter Freude, Lachen, Schmunzeln und Staunen beim Live-Kino kam ich gar nicht mehr dazu, den Blog weiterzuschreiben …

Wir können schon laufen!

Nachtrag vom August 20219

WELT, WIR KOMMEN!
Auch wenn die große weite Welt momentan erst aus einem Teil des Katzenzimmers besteht, so ist es für die Kitten doch ziemlich spannend und aufregend, dies alles zu erkunden – und das auf vier Pfoten GEHEND (Robben und Krabbeln war gestern, was eine Katze von Welt sein will, läuft natürlich in zierlichen Schrittchen über´s Parkett – wenn wir mal ausrutschen, tun wir so als ob gaaaaaar nix passiert sei, stehen wieder auf und stolzieren hocherhobenen Schwanzes weiter)! Aber im Grunde unseres Herzens sind wir schon froh, wenn unsere Mami in der Nähe ist!

Der „Spielplatz“ riecht zwar faszinierend, aber ganz geheuer ist den Kleinen das alles noch nicht und daher zieht es sie bald wieder zur Wurfkiste, wo Mami wartet, zurück.

Hab ich nicht süße Kitten?!

Seit neuestem lieben es die Kitten, auf den Teppich vorm Katzenklo zu wandern, dort ein wenig mit den Borsten des Besens zu spielen und dann selig einzuschlafen – Bäckchen ist schon da und Tigerchen kommt nach …

Bin ich hier eh richtig?!

Mami Ayla nimmt ihre Mutterpflichten sehr ernst: kaum fiept irgendwo eines der Kitten, läuft sie schon hin, „gurrt“ ihm liebevoll und tröstlich zu, während sie dem Ausreißerchen mit ihren Pfoten wieder zur Wurfkiste zurück verhilft. Da die Kleinen nun schon ziemlich aktiv unterwegs sind, weiß sie manchmal gar nicht, wohin sie zuerst rennen soll, wenn aus jeder Himmelsrichtung ein Katzenpieps ertönt …

Und bei der täglichen Hygiene versteht sie gar keinen Spaß, da müssen alle durch;-)


Beim Putzen kann´s schon mal vorkommen, dass sich das eine oder andere Kätzchen „vertschüst“, was natürlich Aylas Aufmerksamkeit ganz und gar nicht entgeht, weshalb sie dann um sich schaut: „Nu, fehlt denn da nicht noch wer?!“

Endlich sind alle blitzblank sauber!

SO macht frau das!!

Dann heißt es streng: „Und jetzt marsch ins Körbchen!“ Schließlich müssen auch Mamis mal schlafen;-)

Pflegekätzchen – 11./12. Tag

Speedy und Chekotee sind echte Musterknaben im Katzenzimmer, sehr behutsam und immer mit Respektabstand.

Die ungewöhnliche Sache mit der Namens(ein)gebung!

Nachtrag vom Juli 2019

Während Chekotee im Katzenzimmer alles neugierig ankuckt und beschnüffelt (aber ganz brav Abstand hält zu den Kätzchen!), liegt der besonders einfühlsame und sensible Speedy auf der anderen Seite des Zimmers ruhig und gelassen da.

Chekotee zunächst seeeeeeehr neugierig …
Speedy wie immer mustergültig:-)

Die Kitten werden jeden Tag ein Stück größer, stemmen sich auch schon auf ihren Beinchen hoch und probieren ein paar noch ziemlich wackelige Schritte, bevor sie denn doch wieder herumkullern. Sie reagieren bereits auf Geräusche, indem sie ihr Köpfchen in die entsprechende Richtung heben bzw. drehen.

Die dunkelblauen Äuglein bleiben immer länger geöffnet, wodurch die Kätzchen plötzlich ganz andere Gesichtszüge haben, das ist höchst faszinierend. Leider ist bei allen Kitten ein Auge leicht verklebt – ich tupfe mehrmals täglich ganz sanft Käsepappeltee drauf (Blätter der Wilden Malve, Malva sylvestris), was natürlich nur unter lautstarkem Protestfiepen vor sich geht;-)

Malva sylvestris – Reicherskreuzer Heide

Die Katzenmami kommt dann immer gleich herbei, merkt aber, dass ich mich gut um ihre Kleinen kümmere und streicht mir danach hingebungsvoll um die Beine:-) Wenn ich die Kitten wieder in die Wurfkiste setze, steigt sie sofort mit hinein und sammelt ihre Baby-Schar um sich. Bei solch aufregenden und anstrengenden Erlebnissen wird natürlich – nach einem kurzen Schlummertrunk – ausgiebigst geschlafen;-)

Übrigens hat die Katzenmami nun endlich einen Namen [auch auf die Gefahr hin, kitschig zu wirken, doch ich warte bei der Namensgebung stets darauf, dass mir die Tiere ihren Namen „sagen“, also auf eine „Namenseingebung“, was zwar in höchstem Maße unwissenschaftlich ist, aber es funktioniert und ist v.a. immer stimmig]: sie heißt AYLA:-)

Ayla ist nun längst nicht mehr so schrecklich abgemagert, sondern hat durch das viele erstklassige und hochwertige Futter schon ordentlich zugelegt.

Pflegekätzchen – 10. Tag

Sensationell! Alle vier Kitten öffneten bereits am 10. Tag ihre Äuglein!

Nachtrag vom Juli 2019

Augen geöffnet!

Kaum zu glauben: alle vier Kitten hatten heute bereits ihre Äuglein offen – dabei ist ja erst der 10. Tag!! Das sind wahrlich Schnellstarter! Aber bei DIESER überaus fürsorglichen, geduldigen und liebevollen Katzenmami können sich die Kleinen eben nur allerbestens entwickeln:-)

Bärli hat dunkelblaue Augen, die der anderen drei sind eher taubengrau-blau. Natürlich ist das zunächst einmal die Baby-Augenfarbe, die „richtige“ Färbung der Augen kommt erst später. Auf den Fotos ist sowieso bloß zu erkennen, dass die Augen geöffnet sind: bei Tigerchen etwas deutlicher, bei Bärli überhaupt nur als Lichtreflexionen; die beiden „Aktiven“ ließen die Äuglein länger auf, während das viele Blinzeln für Hörnchen und Bäckchen hingegen offensichtlich so anstrengend war, dass sie bald tief und fest einschlummerten;-)

Auch was die Gewichtszunahme anlangt, gab es an diesem Tag etwas Besonderes: Tigerchen, unser Winzling, erreichte die 200-Gramm-Marke!! Das ist echt eine großartige Entwicklung für ein Kätzchen, das am 5. Tag erst 148 Gramm wog!!
Bäckchen brachte am 5. Tag immerhin 179 Gramm auf die Waage, etwas mehr als Hörnchen mit 174 Gramm. Bärli war ja von Anfang an das größte und schwerste Kätzchen: mit stolzen 198 Gramm am 5. Tag war es einfach für ihn, bereits am 6. Tag über 200 Gramm zu gelangen, nämlich auf 213 Gramm. Bäckchen folgte am 7. Tag mit 211 Gramm und Hörnchen am 8. Tag mit 205 Gramm. Ich dachte schon, wenn die Reihe so weitergeht, dann müsste Tigerchen am 9. Tag mitziehen, doch bei 192 Gramm war die „magische Grenze“ noch fern, aber nicht lange – am Tag 10 durfte ich endlich 200 Gramm in Tigerchens Tabellenspalte eintragen! Dabei war es total spannend, denn als ich das kleine Kätzchen in die Waagschale hineinsetzte, sprang die Anzeige mehrmals zwischen 199 & 200 hin und her, bis sie dann – nach schier unendlichen Sekunden – auf 200 Gramm stehenblieb.

Hier nochmals eine Gewichts-Übersicht vom 5. bis zum 10. Tag:

  • Bärli: 198 – 261 Gramm
  • Bäckchen: 179 – 244 Gramm
  • Hörnchen: 174 – 233 Gramm
  • Tigerchen: 148 – 200 Gramm

Pflegekätzchen – sechster bis neunter Tag

Diese Tage standen im Zeichen des Umzugs der Kätzchen in das neu eingerichtete Katzenzimmer. Die Kleinen kriegten davon zwar nichts mit (außer dass sie nun in der neuen Wurfkiste viel mehr Platz zum Herumrobben haben), aber für die Katzenmama (und auch für mich als „Katzenoma“) war das alles schon (freudig) aufregend!

Nachtrag vom Juli 2019

Im kleinen Gästebad war es viel zu stickig und zu eng, außerdem wollte ich meiner Katzenfamilie etwas bieten, also funktionierte ich das noch leer stehende (zukünftige) Beratungszimmer kurzfristig zum „Katzenzimmer“ um – und das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Mama Katze beäugte zunächst einmal höchst misstrauisch den winzigen Kratzbaum-Löwen und dachte sich wohl dabei: „Na, was ist das denn für ein seltsamer Kater?“

Doch letztlich siegte die Neugier (zudem vertraut sie mittlerweile bereits darauf, dass ihr bei mir nur Gutes widerfährt – dieses Vertrauen zeigt sie mir auch sonst schon deutlich, wenn sie bspw. um meine Beine streift oder mir ihr Bäuchlein zum Kraulen präsentiert) und sie unternahm eine ausgiebige Entdeckungsreise durch ihr neues Katzenreich! Alles wurde intensiv beschnüffelt und probeweise „bepfötelt“, erst nach einer geraumen Weile kehrte sie wieder zu ihren Jungen zurück, natürlich nicht ohne vorher genüsslich einige Happen des frischen Fleischmenüs zu kosten;-)

Im großen Raum und v.a. neben dem Kratzbaum und der Kommode wirkt sie noch viel, viel zierlicher als sie tatsächlich ist, aber für mich ist es wie ein Wunder, was diese kleine junge Katze alles geschafft hat und weiterhin mit unglaublicher Selbstverständlichkeit bewerkstelligt!

Besides: Die Hundebetten platzierte ich ganz bewusst im Katzenzimmer, ebenso einige (gebrauchte) Hundespielsachen, damit alle Kätzchen mit dem Geruch von Hunden vertraut werden. Außerdem fing ich bereits vor einigen Tagen mit ersten behutsamen Kennenlernschrittchen an: Hund & Katz konnten einander auf Entfernung ankucken und mittlerweile klappt das schon ohne Gepfauche.

Speedy, unser Musterknabe!

Meine beiden Youngsterboys Speedy und Chekotee durften heute schon mal – einzeln und stets an meiner Seite, eh klar – eine langsame Runde durch´s Katzenzimmer machen und alles beschnüffeln, nur von der Wurfkiste mit den Kätzchen hielten wir entsprechend Abstand, ganz so wie es sich für wohlerzogene Hunde gehört – diese respektvolle Art wurde von der Katzenmami wohlwollend zur Kenntnis genommen. Woher ich das weiß? Weil sie die Hunde nicht anfauchte, auch nicht alarmiert sämtliche ihrer Bewegungen beobachtete, sondern sich in der Wurfkiste gemütlich auf die Seite legte, schnurrte und ihre Babys stillte. Sie weiß eben schon, dass ihr und ihren Kleinen unter meiner Obhut nichts passiert. Dieses „Urvertrauen“ wird sie auch an ihre Kitten weitergeben und somit einen essentiellen Grundstein für gute Sozialisierung legen.

Pflegekätzchen – dritter bis fünfter Tag

Trinken und schlafen, schlafen und trinken, trinken und schlafen …

Nachtrag vom Juli 2019

Die Katzenbabys werden unermüdlich und liebevoll von ihrer Mami umsorgt. Trotz ihrer eigenen Jugend ist sie eine vorbildliche Katzenmama. Es ist so wundervoll, ihr zuzuschauen, wie sie instinktiv alles, aber auch wirklich alles richtig macht. Darum wachsen und gedeihen ihre Kitten auch so prächtig! Obzwar die nachgeburtliche Entwicklungsphase in erster Linie mit Saugen und Schlafen einhergeht, merkt man Tag für Tag mehr Bewegung und Beweglichkeit, außerdem zeichnen sich bereits gewisse „Charakterköpfe“ ab;-)

Das ganz schwarze Kätzchen, von Anfang an das größte Baby, scheint völlig „cool“ zu sein: während sich die anderen beim „Milchtreteln“ abstrampeln, liegt es gemütlich eingerollt da und schläft … und schläft … und schläft …

Aber wenn es mal aufwacht und bemerkt, dass da außer Schlafen noch etwas ist, dann steuert es beharrlich und zielgerichtet die Milchquelle an – wer ihm im Weg ist, hat Pech gehabt … Platz da, denn jetzt kommt Bärli;-)

Zurzeit haben die Kitten anhand typischer Unterscheidungsmerkmale erst eine Art „Erkennungsnamen“ (wenn sie dann größer sind, bekommen sie natürlich „richtige“ Namen): das getigerte Baby heißt „Tigerchen“, das eine schwarzweiße mit den weißen Backen und den weißen Hörnern neben der Nase „Hörnchen“, das andere schwarzweiße, welches nur weiße Backen hat, „Bäckchen“ und schließlich das schwarze „Bärli“, weil es wie ein süßes Teddybärchen aussieht!

Übrigens hat Bärli heute – am 5. Tag (!) – einen wahren Marathonlauf absolviert: das kleine Kerlchen ist wohl hungrig erwacht und wollte sich, wie sonst halt auch, sofort zur mütterlichen Milchbar wälzen, doch Mama war nicht in der Wurfkiste, sondern hatte es sich etwas abseits ihrer „Viererbande“ im frisch eingestreuten Katzenkistl gemütlich gemacht.
Und Bärli robbte und kletterte und schob sein kleines Körperchen über alle Hindernisse die weite Strecke bis zur Mami ins Katzenklo! Sensationell!

Aber auch Tigerchen war wieder mal nicht zu bremsen – das winzige Leichtgewicht (148 Gramm) ist im Wachzustand ständig auf Achse, jedoch nicht unbedingt um zu trinken, sondern einfach nur so „on move“ (auch beim Abwiegen war es das einzige Kätzchen, welches sich wie ein Zappelphilipp aufführte und zudem noch fiepte, was natürlich die Mamakatze sofort in Alarmbereitschaft versetzte, hingegen merkte auch sie bald, dass alles „nur Show“ war)!

Irgendwann schließlich war sogar Tigerchen erschöpft vom ewigen Herumturnen, machte es den anderen nach und kuschelte sich wie Hörnchen ganz eng an seine Mami, schnurr-schnurr:-) 

Pflegekatzen – schon vor der Vereinsgründung

Tierschutz-Notfall: Eine sehr hübsche und sehr junge Katze bringt vier gesunde Kitten zur Welt – von Mirjam Silber und ihrem erst in Planung befindlichen Verein Schlaubetal-Caniden e.V. wird die Katzenfamilie in Pflege genommen.

Nachtrag vom Juli 2019

Pflegekätzchen – erster und zweiter Tag

In der Nacht vom 19. zum 20. Juli 2019 brachte die tapfere Katzenmami – selbst noch ganz jung – vier gesunde Kitten zur Welt: eines graugetigert wie sie, die drei anderen schwarz mit weißen Flecken. Als Geburtshelfer waren Feriengäste der Bungalowanlage „Zur Jagdhütte“ am Chossewitzer See tätig, denn das hübsche, verschmuste Kätzchen war bereits im Mai dort zugelaufen und seither „Dauergast“. Doch für die junge Familie wird es in einer Ferienbungalowanlage viel zu turbulent (noch dazu wären die Kleinen leckere Appetithappen für Fuchs & Co.), weshalb meine Freundin Monika Jung, die Betreiberin und Köchin der „Jagdhütte“, mich verständigte, denn sie weiß ja, dass ich auch Pflegetiere betreue.
Und so kam es, dass der Verein schon VOR seiner Gründung (welche ja erst im Januar 2020 stattfinden sollte) – noch dazu mitten im Umzugschaos – die ersten Pflegekinder aufnahm …

Zunächst, weil ja all meine Katzensachen mitsamt meinen beiden Katzen Castor und Pollux in Österreich verblieben sind, brachte ich die junge Katzenfamilie im Stall unter. Am zweiten Tag aber konnte ich die Kätzchen mithilfe meiner neuen Henzendorfer Freundin, Ute Schwetschke, die mich gleich mit einer  Katzengrundausstattung versorgte (danke, liebe Ute!), ins Haus übersiedeln, wo sie vorerst im Gästebad ihr sauberes, ruhiges und geschütztes Domizil haben. Wenn die Babies dann mobil werden, können sie ins Beratungszimmer umziehen, welches ich bis dahin katzengerecht gestalte.

Da es sich um eine sehr zutrauliche, zärtliche und gepflegte Katze handelt, liegt die Vermutung nahe, dass sie früher ein Zuhause hatte, von dem sie entweder weglief oder – wie ich es in meiner Tierschutzarbeit leider immer wieder erlebe – wegen ihrer Trächtigkeit ausgesetzt wurde. Es gibt auch heute noch Leute, die nicht bereit sind, die Verantwortung und Kosten für eine prophylaktische Kastration bzw. für Babykätzchen zu tragen! Was für eine Schande!

Dabei ist diese junge Katzenmami ganz besonders fürsorglich und liebevoll mit ihren Babies, nicht nur stillt und säubert sie ihre vier Winzlinge hingebungsvoll, sondern hält auch die Wurfkiste rein und geht brav auf´s Katzenklo – quasi eine „Einserschülerin“! Sie frisst und trinkt mit großem Appetit, sodass alle einen hervorragenden Eindruck machen!

Insbesondere das kleine Tigerchen ist hochaktiv: gestern noch das magerste Kätzchen, krabbelt (bzw. robbt) es heute – am zweiten Tag – schon mit seinem wohlgefüllten Bäuchlein herum, natürlich immer auf der Suche nach einer Andockstelle an der „Milchbar“ – am Ohr der Mami vielleicht?! Die Kätzin selbst lässt alles geduldig geschehen, nur ihr Gesichtsausdruck spricht Bände, v.a. da, wo das Tigerchen nochmals falsch abbiegt (ein köstlicher Augenaufschlag von Mami!), bevor es endlich angekommen ist – ups, nein, doch noch nicht ganz, da hat es seine Mami „gezwickt“, aber gleich drauf liegt es richtig. Von nun an ist nur noch Schmatzen und Schnurren zu hören, bis schließlich alle zufrieden einschlafen …